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Kontaktdermatitis: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Kontaktdermatitis: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Kontaktdermatitis, auch Kontaktekzem genannt, ist eine entzündliche Reaktion der Haut auf bestimmte Stoffe. Sie kann durch eine Allergie oder durch eine direkte Reizung entstehen. Typisch sind Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, Bläschen und trockene, rissige Haut. Die wichtigste Maßnahme besteht darin, den Auslöser zu erkennen und künftig zu vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt eine allergische und eine irritative Kontaktdermatitis.

  • Häufige Auslöser sind Duft- und Konservierungsstoffe, Nickel, Haarfärbemittel, Reinigungsmittel und Lösungsmittel.

  • Die Beschwerden können Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, Bläschen, Nässen, Schuppen und Hautrisse umfassen.

  • Die Diagnose erfolgt anhand deiner Krankengeschichte und der Hautveränderungen; bei Verdacht auf eine Kontaktallergie kann ein Epikutantest sinnvoll sein.

  • Auslöser meiden, die Haut schonend reinigen und regelmäßig eincremen sind zentrale Maßnahmen.

  • Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden solltest du dich dermatologisch untersuchen lassen.

Welche Formen gibt es?

Allergische Kontaktdermatitis

Bei der allergischen Form reagiert dein Immunsystem auf einen Stoff, der für andere Menschen unproblematisch sein kann. Häufige Kontaktallergene sind:

  • Nickel in Modeschmuck, Knöpfen oder Gürtelschnallen

  • Duftstoffe in Kosmetika, Parfüms und Reinigungsmitteln

  • Konservierungsstoffe in Cremes, Lotionen und Shampoos

  • Farbstoffe, etwa in Textilien oder Haarfärbemitteln

  • Bestandteile bestimmter Pflanzen

Die Hautreaktion kann verzögert auftreten. Deshalb ist der Zusammenhang zwischen einem Produkt und dem Ekzem nicht immer sofort erkennbar.

Irritative Kontaktdermatitis

Die irritative Kontaktdermatitis entsteht durch eine direkte Schädigung oder Überbeanspruchung der Haut. Das Immunsystem muss daran nicht beteiligt sein. Auslöser sind zum Beispiel:

  • häufiges Händewaschen, besonders mit aggressiven Seifen

  • starke Reinigungsmittel, Säuren, Laugen oder Lösungsmittel

  • längerer Kontakt mit Wasser

  • Reibung durch Kleidung oder Arbeitsmaterialien

  • Kälte und trockene Luft

Bei dieser Form treten Brennen und Stechen häufig stärker hervor als Juckreiz. Die Beschwerden betreffen oft zunächst den direkten Kontaktbereich.

Symptome und Verlauf

Eine Kontaktdermatitis zeigt sich meist an den Hautstellen, die mit dem auslösenden Stoff in Berührung gekommen sind. Möglich sind jedoch auch Hautveränderungen außerhalb dieses Bereichs.

  • Juckreiz und Ausschlag

  • Rötung und Schwellung

  • kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen

  • Nässen, wenn Bläschen aufplatzen

  • trockene, schuppige oder rissige Haut

  • bei längerem Verlauf verdickte und stärker strukturierte Haut

Kratzen kann die Haut zusätzlich verletzen und das Risiko für eine Infektion erhöhen. Wenn sich die Beschwerden wiederholen oder über längere Zeit bestehen bleiben, sollte ein Hautarzt die Ursache klären. Eine chronische Hautentzündung kann den Schlaf, den Alltag und das Wohlbefinden belasten. Auch Scham, Stress oder ein geringeres Selbstwertgefühl sind möglich.

Kontaktdermatitis ist nicht ansteckend. Außerdem können nicht nur Allergiker betroffen sein: Eine irritative Reaktion kann grundsätzlich durch wiederholte oder starke Reizung entstehen.

Wie wird Kontaktdermatitis diagnostiziert?

Für die Diagnose fragt der Arzt, wann die Beschwerden begonnen haben, an welchen Körperstellen sie auftreten und welchen Produkten, Materialien oder Arbeitsstoffen du ausgesetzt bist. Auch der zeitliche Verlauf ist wichtig: Werden die Symptome durch ein bestimmtes Produkt, eine Tätigkeit oder einen Arbeitsplatz schlechter?

Bei der körperlichen Untersuchung beurteilt der Arzt das Aussehen und die Ausdehnung der Hautveränderungen. Ein Tagebuch kann dir helfen, mögliche Auslöser zu dokumentieren. Notiere darin neue Kosmetika, Reinigungsmittel, Schmuck, berufliche Tätigkeiten und den Verlauf des Ausschlags.

Allergietests

Bei Verdacht auf eine allergische Kontaktdermatitis kommt häufig ein Epikutantest, auch Pflastertest genannt, infrage. Dabei werden ausgewählte Substanzen auf die Haut aufgebracht und nach einigen Tagen kontrolliert. Ein Pricktest wird vor allem für Soforttyp-Allergien eingesetzt und ist nicht mit dem Epikutantest gleichzusetzen.

Andere Erkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis oder eine Pilzinfektion können ähnliche Beschwerden verursachen. Deshalb sollte die Diagnose ärztlich gestellt werden.

Was hilft bei Kontaktdermatitis?

Auslöser meiden

Die wichtigste Behandlung ist, den auslösenden Stoff möglichst konsequent zu vermeiden. Lies die Inhaltsstofflisten von Kosmetika und Reinigungsmitteln und besprich die Ergebnisse eines Allergietests mit deinem Arzt. Wenn die Beschwerden beruflich bedingt sein könnten, solltest du die verwendeten Arbeitsstoffe und Schutzmaßnahmen dermatologisch oder arbeitsmedizinisch prüfen lassen.

Entzündung lindern

Bei akuten Entzündungen können kortikosteroidhaltige Cremes oder Salben eingesetzt werden. Sie wirken entzündungshemmend und können den Juckreiz reduzieren. Verwende solche Präparate nach ärztlicher Empfehlung und nicht länger oder häufiger als vorgesehen.

Bei ausgeprägten Beschwerden kommen je nach Befund weitere ärztliche Behandlungen infrage. Eine Phototherapie wird nur unter dermatologischer Betreuung und meist bei schwereren Verläufen erwogen.

Juckreiz behandeln

Antihistaminika können den Juckreiz teilweise lindern. Sie können jedoch müde machen. Lass dich deshalb zur Auswahl und Anwendung ärztlich oder in der Apotheke beraten.

Hautpflege im Alltag

  • Reinige deine Haut mit lauwarmem Wasser und einer milden, möglichst parfümfreien Waschlotion.

  • Dusche nicht zu heiß und nicht unnötig lange.

  • Tupfe die Haut nach dem Waschen vorsichtig trocken, statt sie abzureiben.

  • Trage regelmäßig eine gut verträgliche, rückfettende Feuchtigkeitspflege auf.

  • Wähle Produkte mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen und teste neue Produkte zunächst vorsichtig an einer kleinen Stelle.

  • Vermeide bekannte Duftstoffe, Konservierungsmittel, Farbstoffe oder Metalle, auf die du reagierst.

  • Trage bei Kontakt mit Reinigungs- oder Lösungsmitteln geeignete Schutzhandschuhe.

  • Wasche neue Kleidung vor dem ersten Tragen und bevorzuge locker sitzende, gut verträgliche Textilien.

Produkte mit der Bezeichnung „hypoallergen“ sind nicht automatisch für jede Person geeignet. Prüfe weiterhin die Inhaltsstoffe und lass dich bei Unsicherheit in der Hautarztpraxis oder Apotheke beraten. Hausmittel, pflanzliche Öle und alternative Verfahren können die Haut zusätzlich reizen oder sind nicht ausreichend untersucht. Sprich darüber vor der Anwendung mit einer Fachperson.

Berufliche Auslöser

Ein erhöhtes Risiko besteht in Berufen mit häufigem Wasser- oder Chemikalienkontakt. Dazu gehören unter anderem Friseure, Reinigungskräfte, Pflege- und andere Gesundheitsberufe sowie Beschäftigte im Baugewerbe. Schutzkleidung, geeignete Handschuhe, möglichst hautschonende Arbeitsabläufe und regelmäßige Hautpflege können die Belastung verringern.

Wann solltest du zum Arzt?

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn der Ausschlag wiederkehrt, sich ausbreitet, stark nässt oder trotz Vermeidung möglicher Auslöser nicht abheilt. Auch bei starken Schmerzen, ausgeprägten Schwellungen oder Verdacht auf eine Infektion solltest du medizinische Hilfe suchen. Der Hautarzt kann die Diagnose sichern, Allergene testen und die Behandlung an deine Beschwerden anpassen.

Allergische Kontaktdermatitis im Detail: Arzt im Austausch

Psychische Belastung ernst nehmen

Juckreiz, Schlafprobleme und sichtbare Hautveränderungen können die Lebensqualität beeinträchtigen. Wenn du dich wegen deiner Haut zurückziehst, dauerhaft gestresst bist oder dich psychisch stark belastet fühlst, sprich mit deinem Arzt und hole dir bei Bedarf psychologische Unterstützung. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann zusätzlich entlasten, ersetzt aber keine medizinische Beratung.

Kontaktdermatitis: Patient und Arzt in einer hellen Arztpraxis.

Kontaktdermatitis lässt sich häufig bessern, wenn der Auslöser gefunden und vermieden wird. Eine sanfte Reinigung, konsequente Basispflege und eine passende ärztliche Behandlung helfen dabei, die Hautbarriere zu schützen und Beschwerden zu lindern.

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