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Leberhämangiom: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Leberhämangiom: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Ein Leberhämangiom ist eine gutartige Ansammlung von Blutgefäßen in der Leber. Viele Menschen haben keine Beschwerden und erfahren erst durch einen Ultraschall, eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) davon. In den meisten Fällen genügt es, den Befund ärztlich einzuordnen und bei Bedarf zu kontrollieren.

Was ist ein Leberhämangiom?

Leberhämangiome werden auch als Blutschwämmchen bezeichnet. Sie bestehen aus Gefäßstrukturen und sind in der Regel nicht bösartig. Sie bilden keine Metastasen und werden nicht mit Leberkrebs gleichgesetzt. Ihre Größe reicht von kleinen, unauffälligen Befunden bis zu mehreren Zentimetern. Meist verändern sie sich nur langsam oder bleiben über längere Zeit stabil.

Leberhämangiome werden häufig zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr entdeckt, können aber grundsätzlich in jedem Alter vorkommen. Sie treten bei Frauen häufiger auf. Aus einem Leberhämangiom entsteht normalerweise kein Krebs; wichtig ist jedoch, dass die Diagnose durch geeignete Bildgebung abgesichert wird.

Welche Symptome kann ein Leberhämangiom verursachen?

Kleine Leberhämangiome bleiben meistens symptomlos. Beschwerden treten eher bei größeren Befunden auf, die auf umliegende Organe oder Gewebe drücken. Mögliche Symptome sind:

  • dumpfe oder stechende Schmerzen im rechten Oberbauch
  • ein Druck- oder Völlegefühl, besonders nach dem Essen
  • schnelles Völlegefühl
  • Übelkeit, gelegentlich auch Erbrechen
  • unspezifisches Unwohlsein im Bauchraum

Diese Beschwerden können viele andere Ursachen haben und müssen nicht vom Hämangiom stammen. Deshalb solltest du anhaltende oder zunehmende Symptome ärztlich abklären lassen.

Seltene Komplikationen

Komplikationen sind selten. Bei sehr großen Hämangiomen kann es zu einem Druck auf benachbarte Organe kommen. In Ausnahmefällen werden Blutungen oder ein Einriss (Ruptur) beschrieben, insbesondere nach einer Verletzung. Plötzlich starke Bauchschmerzen, Schwindel, ausgeprägte Schwäche oder Kreislaufprobleme sind Warnzeichen. In diesem Fall solltest du sofort medizinische Hilfe holen.

Welche Ursachen hat ein Leberhämangiom?

Arzt und Patient im hellen medizinischen Raum.

Die genaue Ursache ist meist nicht bekannt. Fachleute vermuten, dass viele Leberhämangiome bereits während der Entwicklung von Blutgefäßen entstehen. Auch genetische Faktoren werden untersucht, ohne dass ein Leberhämangiom deshalb automatisch erblich ist.

Dass Leberhämangiome bei Frauen häufiger vorkommen und sich während einer Schwangerschaft verändern können, spricht für einen möglichen hormonellen Einfluss. Ein eindeutiger Nachweis, dass Östrogen oder andere Hormone ein Hämangiom verursachen, liegt jedoch nicht vor. Für Umweltfaktoren, Medikamente oder Infektionen gibt es keine gesicherte allgemeine Ursache. Du hast ein Leberhämangiom daher in der Regel nicht durch eine bestimmte Ernährung oder Lebensweise „bekommen“.

Wie wird ein Leberhämangiom diagnostiziert?

Am Anfang stehen ein Gespräch über deine Beschwerden und Vorerkrankungen sowie eine körperliche Untersuchung. Anschließend wird der Befund mit bildgebenden Verfahren beurteilt:

  • Ultraschall: Er ist schmerzfrei und kommt häufig als erste Untersuchung zum Einsatz. Bei Bedarf kann ein kontrastverstärkter Ultraschall die Beurteilung verbessern.
  • CT: Die Computertomografie liefert detaillierte Schnittbilder. Dabei werden Röntgenstrahlen eingesetzt; häufig wird ein Kontrastmittel verwendet.
  • MRT: Die Magnetresonanztomografie arbeitet ohne Röntgenstrahlen und kann Gewebe sowie typische Gefäßmuster besonders detailliert darstellen.

Mit der Bildgebung lässt sich ein typisches Hämangiom oft von anderen Leberveränderungen unterscheiden. Dazu gehören beispielsweise ein Leberadenom, eine fokal noduläre Hyperplasie oder bösartige Lebertumoren. Eine Gewebeprobe (Biopsie) ist deshalb nicht immer nötig und wird nur in ausgewählten Situationen erwogen. Ob weitere Untersuchungen erforderlich sind, entscheidet dein behandelndes Team anhand des Befunds.

Wie wird ein Leberhämangiom behandelt?

Leberhämangiom: Patient und Arzt in heller medizinischer Praxis.

Ein eindeutig diagnostiziertes, kleines und beschwerdefreies Leberhämangiom muss häufig nicht behandelt werden. Stattdessen kann eine ärztlich festgelegte Verlaufskontrolle ausreichen. Dabei wird geprüft, ob sich Größe, Erscheinungsbild oder Beschwerden verändern. Die Abstände der Kontrollen hängen von deinem individuellen Befund ab.

Wenn Beschwerden bestehen, muss zunächst geklärt werden, ob sie tatsächlich durch das Hämangiom verursacht werden. Eine symptomatische Behandlung richtet sich dann nach der jeweiligen Situation. Es gibt keine allgemeine Ernährung oder pflanzliche Behandlung, die ein Leberhämangiom nachweislich beseitigt. Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate solltest du vor der Einnahme mit deinem Arzt besprechen.

Wann kommt ein Eingriff infrage?

Ein Eingriff wird in der Regel nur erwogen, wenn das Hämangiom sehr groß ist, anhaltende relevante Beschwerden verursacht, Komplikationen auftreten oder die Diagnose trotz Bildgebung nicht ausreichend sicher ist. Je nach Lage und Befund können spezialisierte Zentren unterschiedliche operative oder interventionelle Verfahren prüfen. Dazu gehören beispielsweise die Entfernung des Hämangioms oder – wenn erforderlich – eines Teils des betroffenen Lebergewebes. Eine Operation ist ein größerer Eingriff und muss individuell gegen mögliche Risiken und den erwarteten Nutzen abgewogen werden.

Leberhämangiom in Schwangerschaft und Kindheit

Wird ein Leberhämangiom während der Schwangerschaft entdeckt, verursacht es meistens keine Probleme. Da hormonelle Veränderungen den Befund beeinflussen können, solltest du deine behandelnden Ärzte darüber informieren. Untersuchungen und eine mögliche Therapie werden an die Schwangerschaft angepasst. Ein Leberhämangiom der Mutter wird normalerweise nicht auf das Kind übertragen.

Bei Kindern können sich Gefäßveränderungen anders entwickeln als bei Erwachsenen. Manche wachsen zunächst und bilden sich später zurück. Die Beurteilung und Kontrolle sollte deshalb durch erfahrene Kinderärzte oder ein spezialisiertes Zentrum erfolgen.

Was kannst du selbst beachten?

Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und ein vorsichtiger Umgang mit Alkohol unterstützen deine allgemeine Gesundheit, heilen das Hämangiom aber nicht. Eine spezielle Vorbeugung gibt es nicht. Nimm vereinbarte Kontrolltermine wahr und lass neue, anhaltende oder zunehmende Beschwerden abklären.

Prognose

Die Prognose ist bei einem typischen Leberhämangiom sehr gut. Die meisten Befunde bleiben unauffällig und beeinträchtigen die Lebensqualität nicht. Eine vollständige Rückbildung kann vorkommen, ist bei Erwachsenen aber nicht der Regelfall; häufig bleibt das Hämangiom einfach stabil. Nach einer erfolgreichen Behandlung gilt es nicht als typischerweise wiederkehrender bösartiger Tumor. Entscheidend ist, dass die Diagnose gesichert und der weitere Umgang mit deinem Arzt abgestimmt wird.

Dieser Beitrag kann eine ärztliche Beratung nicht ersetzen. Bei plötzlich starken Bauchschmerzen, Schwindel, Schwäche oder Kreislaufproblemen brauchst du sofort medizinische Hilfe.

Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Eine Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Solltest du Fragen haben, schreib unserem Support.

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