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Rektalkarzinom: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Rektalkarzinom: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Das Rektalkarzinom, auch Rektum- oder Enddarmkrebs genannt, ist eine bösartige Erkrankung des letzten Dickdarmabschnitts vor dem After. Beschwerden fehlen im frühen Stadium häufig oder sind unspezifisch. Deshalb sollten anhaltende Veränderungen beim Stuhlgang und Blut im Stuhl ärztlich abgeklärt werden. Welche Behandlung infrage kommt, hängt vor allem von Lage und Ausbreitung des Tumors sowie deinem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Rektalkarzinom: Was ist das?

Rektalkarzinom: Was ist das eigentlich? Frau mit Tablet

Ein Rektalkarzinom entsteht aus Zellen der Schleimhaut im Rektum. Häufig entwickeln sich Darmkarzinome über Vorstufen wie Darmpolypen. Diese sind zunächst oft gutartig, können sich aber über längere Zeit verändern. Der Tumor kann in umliegendes Gewebe einwachsen und sich über Lymph- oder Blutbahnen in andere Körperregionen ausbreiten. Für die Therapieplanung ist unter anderem entscheidend, wie tief der Tumor in die Darmwand reicht, ob Lymphknoten betroffen sind und ob Fernmetastasen vorliegen.

Symptome und Warnzeichen

Im Frühstadium verursacht ein Rektalkarzinom nicht immer Beschwerden. Mögliche Warnzeichen sind:

  • Blut im Stuhl oder Blutauflagerungen auf dem Stuhl

  • neue oder anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, etwa Durchfall oder Verstopfung

  • sehr dünner Stuhl oder das Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung

  • Schmerzen oder Druckgefühl beim Stuhlgang

  • ungeklärter Gewichtsverlust, Müdigkeit oder Schwäche

  • Anzeichen einer Blutarmut wie Blässe, Kurzatmigkeit oder Herzrasen

Blut im Stuhl bedeutet nicht automatisch Krebs und kann beispielsweise auch durch Hämorrhoiden verursacht werden. Eine sichere Einordnung ist jedoch nur durch eine Untersuchung möglich. Wenn Beschwerden neu auftreten, wiederkehren oder anhalten, solltest du dich ärztlich vorstellen.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine einzelne Ursache lässt sich meist nicht feststellen. Das Erkrankungsrisiko kann durch mehrere Faktoren beeinflusst werden:

  • Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko.

  • Familiäre und genetische Belastung: Darmkrebs in der Familie sowie Syndrome wie das Lynch-Syndrom, die familiäre adenomatöse Polyposis oder die MUTYH-assoziierte Polyposis können eine Rolle spielen.

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Bei Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn kann das Darmkrebsrisiko erhöht sein.

  • Lebensstil: Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, hoher Alkoholkonsum sowie eine Ernährung mit viel rotem oder verarbeitetem Fleisch und wenig Ballaststoffen werden als Risikofaktoren betrachtet.

Eine familiäre Belastung bedeutet nicht zwangsläufig, dass du erkrankst. Informiere deine Ärztin oder deinen Arzt darüber, wenn nahe Angehörige Darmkrebs hatten. Eine genetische Beratung kann bei entsprechender Vorgeschichte sinnvoll sein.

Wie wird ein Rektalkarzinom diagnostiziert?

Bei Beschwerden oder einem auffälligen Vorsorgebefund kommen je nach Situation mehrere Untersuchungen infrage:

  • Bei der digitalen rektalen Untersuchung wird der untere Enddarm mit dem Finger abgetastet. Dabei können tief sitzende Veränderungen auffallen.

  • Ein Stuhltest auf verborgenes Blut kann Hinweise liefern. Ein positives Ergebnis beweist jedoch keinen Krebs und muss weiter abgeklärt werden.

  • Bei der Koloskopie wird der gesamte Dickdarm mit einer Kamera untersucht. Verdächtige Veränderungen können dabei entfernt oder durch eine Gewebeprobe untersucht werden.

  • Biopsie und feingewebliche Untersuchung klären, ob es sich um Krebs handelt und welche Eigenschaften der Tumor besitzt.

  • Bildgebende Untersuchungen wie MRT, CT oder gegebenenfalls endorektaler Ultraschall helfen, die lokale Ausbreitung und mögliche Metastasen einzuschätzen.

Stadium und Behandlung

Die Einteilung erfolgt unter anderem nach der TNM-Klassifikation. Sie beschreibt die Größe und das örtliche Wachstum des Tumors, einen möglichen Lymphknotenbefall und Fernmetastasen. Das Stadium ist wichtig für die Therapie, ersetzt aber keine individuelle Beurteilung durch ein spezialisiertes Behandlungsteam.

Rektalkarzinom: Patient und Arzt im Gespräch in einer Praxis.

Operation

Die Operation ist bei vielen lokal begrenzten Rektalkarzinomen ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Ziel ist, den Tumor mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu entfernen. Je nach Lage und Ausdehnung kann ein Teil des Rektums entfernt und der Darm wieder verbunden werden. Bei tief sitzenden Tumoren oder einer Beteiligung des Schließmuskels kann ein dauerhafter künstlicher Darmausgang erforderlich sein. Kleinere, geeignete Tumoren lassen sich in ausgewählten Fällen lokal entfernen. Ob ein minimalinvasives Verfahren möglich ist, hängt unter anderem von Tumor und Anatomie ab.

Chemo- und Strahlentherapie

Eine Chemotherapie und eine Strahlentherapie können vor oder nach der Operation eingesetzt werden. Vor der Operation sollen sie den Tumor behandeln und das Rückfallrisiko beeinflussen; nach der Operation können sie dazu dienen, verbliebene Krebszellen zu bekämpfen. Bei nicht operablen oder bereits gestreuten Tumoren können Medikamente das Tumorwachstum bremsen und Beschwerden lindern. Mögliche Nebenwirkungen hängen von Therapie, Dosis und deiner individuellen Situation ab. Dazu können unter anderem Müdigkeit, Übelkeit, Veränderungen des Blutbilds, Verdauungsbeschwerden oder Nervenschäden gehören.

Zielgerichtete Therapie und Immuntherapie

Bei bestimmten Tumoreigenschaften kommen zielgerichtete Medikamente oder eine Immuntherapie infrage. Ob diese Verfahren geeignet sind, hängt von den biologischen Merkmalen des Tumors, dem Krankheitsstadium und deiner bisherigen Behandlung ab.

Nachsorge und Lebensqualität

Nach der Behandlung wird ein individueller Nachsorgeplan erstellt. Er kann körperliche Untersuchungen, Bluttests, Darmspiegelungen und bildgebende Verfahren umfassen. Die Abstände richten sich unter anderem nach Stadium und Therapie. Sprich neue Beschwerden wie Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten, Bauchschmerzen oder ungeklärten Gewichtsverlust zeitnah an.

Rehabilitation kann helfen, körperliche und psychische Folgen zu bewältigen. Unterstützung durch Ernährungsberatung, Physiotherapie, Psychoonkologie oder Selbsthilfegruppen kann ebenfalls sinnvoll sein. Nach einer Operation oder Bestrahlung können Darm-, Blasen- oder Sexualfunktionen beeinträchtigt sein. Auch Fatigue und Neuropathien sind mögliche Langzeitfolgen. Dein Behandlungsteam kann mit dir geeignete Maßnahmen besprechen.

Was du selbst beachten kannst

Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, regelmäßige Bewegung, Rauchverzicht und möglichst wenig Alkohol unterstützen die allgemeine Gesundheit. Nach Operationen oder während einer Therapie kann die Verträglichkeit einzelner Lebensmittel verändert sein. Lass dich deshalb bei Beschwerden individuell beraten, statt deine Ernährung pauschal umzustellen. Vorsorgeuntersuchungen können Veränderungen frühzeitig erkennen; welche Untersuchung und welcher Zeitpunkt für dich passend sind, hängt unter anderem von Alter, Vorgeschichte und familiärem Risiko ab.

Ergänzende und alternative Methoden

Entspannungstechniken, Bewegung, psychoonkologische Betreuung oder andere ergänzende Angebote können das Wohlbefinden unterstützen. Sie ersetzen jedoch keine wirksame Krebsbehandlung. Pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel können mit Chemotherapie oder anderen Medikamenten wechselwirken. Besprich jede zusätzliche Methode daher vorher mit deinem Behandlungsteam.

Ein Rektalkarzinom ist ernst, aber die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig. Wenn du Blut im Stuhl oder anhaltende Veränderungen beim Stuhlgang bemerkst, lass die Ursache ärztlich klären. Die konkrete Therapie und deine persönliche Prognose können nur anhand der Untersuchungsergebnisse durch dein Behandlungsteam beurteilt werden.

Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Eine Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Solltest du Fragen haben, schreib unserem Support.

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