Morbus Panner ist eine Erkrankung des Ellenbogens, die überwiegend bei Kindern auftritt. Betroffen ist das Capitulum humeri, ein gelenkbildender Anteil des Oberarmknochens. Durch eine vorübergehend beeinträchtigte Blutversorgung kann Knochengewebe geschädigt werden. In vielen Fällen heilt die Erkrankung im Verlauf selbstständig aus. Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit sollten trotzdem ärztlich abgeklärt werden.
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Was ist Morbus Panner?
Morbus Panner wird auch als Osteochondrose des Capitulum humeri bezeichnet. Eine Osteochondrose beschreibt dabei eine Schädigung von Knochen und angrenzendem Knorpel im Bereich des wachsenden Gelenks. Typischerweise betrifft Morbus Panner Kinder im Alter von etwa 6 bis 10 Jahren; Jungen werden häufiger genannt als Mädchen. Die Erkrankung unterscheidet sich von der Osteochondrosis dissecans, die eher bei älteren Kindern und Jugendlichen vorkommt und einen anderen Verlauf nehmen kann.
Symptome von Morbus Panner
Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend. Typisch sind:
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Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, zunächst vor allem bei Belastung
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Druckempfindlichkeit über dem Capitulum humeri
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Schwellung im Bereich des Ellenbogengelenks
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Eingeschränkte Beugung oder Streckung
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Schmerzen bei Drehbewegungen des Unterarms oder beim Werfen
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Gelegentlich ein Gefühl von Blockierung oder freie Gelenkkörper
Im Alltag können dadurch beispielsweise das Schreiben, Anziehen, Heben oder sportliche Bewegungen schwerfallen. Wenn Ellenbogenschmerzen anhalten, wiederkehren oder mit einer deutlichen Bewegungseinschränkung einhergehen, solltest du dein Kind ärztlich untersuchen lassen.
Ursachen und mögliche Auslöser
Die genaue Ursache von Morbus Panner ist nicht abschließend geklärt. Eine Rolle können die besonderen Bedingungen des wachsenden Knochens und wiederholte Belastungen des Ellenbogens spielen. Häufig diskutiert werden sportliche Bewegungen mit wiederholtem Werfen, Schlagen oder Abstützen. Auch kleine, wiederkehrende Belastungen können Beschwerden begünstigen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Sport die alleinige Ursache ist.
Bei Schmerzen sollte die Belastung zunächst reduziert werden. Besonders Bewegungen, die Beschwerden auslösen, sollten pausieren, bis die weitere Vorgehensweise ärztlich geklärt ist.
Wie wird Morbus Panner diagnostiziert?
Am Anfang stehen ein Gespräch über Beginn, Verlauf und Belastungsabhängigkeit der Beschwerden sowie eine körperliche Untersuchung. Dabei prüft die Ärztin oder der Arzt unter anderem Schwellung, Druckempfindlichkeit, Beweglichkeit und mögliche Blockierungen.
Röntgenaufnahmen können Veränderungen am Knochen sichtbar machen und helfen, andere Ursachen wie Verletzungen abzugrenzen. Je nach Befund und Krankheitsstadium kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) sinnvoll sein. Sie stellt Knochen, Knorpel und angrenzende Gewebe detaillierter dar. Auch andere Erkrankungen wie eine Osteochondrosis dissecans, Bandverletzungen, Arthritis oder eine Reizung am Ellenbogen können ähnliche Beschwerden verursachen und müssen gegebenenfalls ausgeschlossen werden.
Behandlung: meist konservativ
Da Morbus Panner in vielen Fällen selbstständig ausheilt, beginnt die Behandlung normalerweise ohne Operation. Im Mittelpunkt stehen die Entlastung des Ellenbogens und die Linderung der Schmerzen. Belastende Sportarten und Bewegungen werden vorübergehend eingeschränkt. Wie lange die Pause dauert und wann dein Kind wieder trainieren darf, hängt vom Befund und vom Verlauf ab.
Ruhigstellung und Schmerzbehandlung
Bei stärkeren Beschwerden kann eine zeitweise Ruhigstellung mit einer Schiene oder einem Gipsverband infrage kommen. Kälteanwendungen können Schwellung und Schmerzen lindern. Lege Kühlpacks nicht direkt auf die Haut.
Schmerzmittel wie Ibuprofen oder andere geeignete Präparate sollten bei Kindern nur nach ärztlicher oder pharmazeutischer Rücksprache und entsprechend der Packungsbeilage eingesetzt werden. Auch äußerlich anzuwendende Präparate sind nicht automatisch für jedes Kind geeignet.
Physiotherapie
Nach der akuten Schmerzphase kann Physiotherapie helfen, die Beweglichkeit wiederzugewinnen und die Muskulatur rund um den Ellenbogen zu kräftigen. Der Therapieplan wird an den Befund angepasst. Mögliche Bestandteile sind vorsichtige Mobilisationsübungen, Übungen zur Muskelkräftigung und passende Dehnungen. Übungen sollten nicht eigenständig gegen Schmerzen oder eine Blockierung durchgeführt werden.
Wann ist eine Operation nötig?
Eine Operation ist bei Morbus Panner eher selten. Sie kann erwogen werden, wenn Beschwerden trotz konservativer Behandlung anhalten, das Gelenk wiederholt blockiert oder sich freie Gelenkkörper gebildet haben. Häufig kommt dann ein arthroskopischer Eingriff infrage, bei dem die Gelenkstrukturen über kleine Zugänge beurteilt und störende freie Gelenkkörper entfernt werden können.
Nach einer Operation folgt meist eine individuell abgestimmte Nachbehandlung. Dazu können zunächst Schonung und anschließend Physiotherapie gehören. Über mögliche Risiken, den Ablauf und die Dauer der Rehabilitation solltest du dich vom behandelnden Team informieren lassen.
Verlauf und Prognose
Der Heilungsverlauf kann mehrere Monate bis zu etwa zwei Jahre dauern. Dabei durchläuft die Erkrankung verschiedene Phasen, in denen Knochengewebe geschädigt und anschließend wieder aufgebaut wird. Die Dauer und Ausprägung unterscheiden sich von Kind zu Kind.
In den meisten Fällen sind die Erfolgsaussichten gut. Mögliche verbleibende Probleme sind eine anhaltende Bewegungseinschränkung, wiederkehrende Schmerzen oder – selten – spätere Gelenkveränderungen. Kontrolluntersuchungen helfen, den Verlauf zu beobachten und die Belastung passend anzupassen.
Morbus Panner und Sport
Während der Beschwerden sollten Sportarten mit wiederholtem Werfen, Schlagen, Abstützen oder hoher Ellenbogenbelastung pausieren. Eine Rückkehr zum Sport sollte erst erfolgen, wenn die Beweglichkeit ausreichend wiederhergestellt ist und die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt sie empfiehlt. Entscheidend sind eine schrittweise Belastungssteigerung, ausreichende Erholung und das sofortige Beenden einer Bewegung, wenn Schmerzen auftreten.
Was du beachten solltest
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Lass anhaltende oder wiederkehrende Ellenbogenschmerzen ärztlich abklären.
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Reduziere belastende Bewegungen, statt Schmerzen beim Training zu ignorieren.
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Halte dich bei Ruhigstellung, Medikamenten und Physiotherapie an die fachlichen Vorgaben.
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Nutze ergänzende Verfahren wie eine Magnetfeldtherapie nicht als Ersatz für die ärztliche Diagnostik oder Behandlung; ein gesicherter Nutzen bei Morbus Panner ist aus dem vorliegenden Inhalt nicht ableitbar.
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Dieser Beitrag kann eine ärztliche Untersuchung nicht ersetzen. Bei starken Schmerzen, deutlicher Schwellung, einer anhaltenden Bewegungseinschränkung oder einer Blockierung des Ellenbogens solltest du zeitnah medizinische Hilfe suchen.

